Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen Daniel Hüning, Webschmiede Münsterland, Haulingort 36, 48739 Legden (nachfolgend „Auftragnehmer“) und seinen Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“) über die Erstellung, Gestaltung, Pflege und den Betrieb von Websites, Onlineshops und verwandten digitalen Leistungen.
(2) Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(3) Verbraucher im Sinne dieser Bedingungen ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
§ 2 Angebot und Vertragsschluss
(1) Darstellungen von Leistungen und Preisen auf der Website des Auftragnehmers sind unverbindlich und stellen kein bindendes Angebot dar.
(2) Nach einem Erstgespräch erstellt der Auftragnehmer ein schriftliches Angebot mit Leistungsumfang, Festpreis und Terminrahmen. Dieses Angebot ist 30 Tage gültig.
(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Auftraggeber das Angebot in Textform annimmt oder der Auftragnehmer eine Auftragsbestätigung versendet.
§ 3 Leistungsumfang
(1) Der Umfang der Leistungen ergibt sich ausschließlich aus dem Angebot und der Auftragsbestätigung. Leistungen, die dort nicht aufgeführt sind, sind nicht geschuldet.
(2) Nicht im Festpreis enthalten sind, soweit nicht ausdrücklich vereinbart: professionelle Fotografie, kostenpflichtige Bild-, Schrift- und Softwarelizenzen, Übersetzungen, Druckdaten sowie Gebühren Dritter wie Domain- oder Zahlungsdienstleister.
(3) Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Leistungserbringung Dritte einzusetzen. Die Verantwortung gegenüber dem Auftraggeber bleibt beim Auftragnehmer.
(4) Der Auftragnehmer setzt bei der Leistungserbringung auch selbst entwickelte und angelernte, lokal betriebene KI-Systeme ein. Die inhaltliche Verantwortung für das Ergebnis bleibt davon unberührt beim Auftragnehmer.
§ 4 Mitwirkung des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber stellt alle für die Umsetzung erforderlichen Inhalte rechtzeitig bereit, insbesondere Texte, Bilder, Logos, Zugangsdaten und Freigaben.
(2) Der Auftraggeber sichert zu, dass er an den überlassenen Inhalten die erforderlichen Rechte besitzt und dass deren Verwendung keine Rechte Dritter verletzt. Er stellt den Auftragnehmer insoweit von Ansprüchen Dritter frei.
(3) Verzögert sich die Umsetzung, weil Inhalte oder Freigaben ausbleiben, verschieben sich vereinbarte Termine entsprechend. Nach einer schriftlichen Erinnerung mit einer Frist von 14 Tagen ist der Auftragnehmer berechtigt, den bis dahin erbrachten Aufwand abzurechnen.
§ 5 Termine
(1) Termine sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als solche vereinbart wurden. Angaben zur Dauer sind im Übrigen Richtwerte.
(2) Umstände, die der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat, insbesondere Ausfälle bei Hosting- oder Zahlungsdienstleistern, verlängern vereinbarte Fristen um die Dauer der Störung.
§ 6 Vergütung und Zahlung
(1) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Bei Projektaufträgen sind 50 Prozent der vereinbarten Vergütung bei Auftragserteilung und 50 Prozent mit der Freischaltung fällig. Rechnungen sind ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Zugang zahlbar.
(3) Laufende Leistungen wie Betreuung und Hosting werden monatlich oder auf Wunsch jährlich im Voraus abgerechnet. Bei jährlicher Zahlung werden zehn statt zwölf Monate berechnet.
(4) Gerät der Auftraggeber in Zahlungsverzug, ist der Auftragnehmer berechtigt, nach vorheriger Ankündigung mit angemessener Frist laufende Leistungen bis zum Ausgleich auszusetzen.
§ 7 Änderungswünsche
(1) Im Festpreis enthalten sind zwei Korrekturrunden auf Grundlage des freigegebenen Konzepts.
(2) Wünscht der Auftraggeber darüber hinausgehende Änderungen oder eine Erweiterung des Leistungsumfangs, teilt der Auftragnehmer den Mehraufwand vorab in Textform mit. Umgesetzt wird erst nach Freigabe. Der Stundensatz beträgt 85 Euro netto, soweit nichts anderes vereinbart ist.
§ 8 Abnahme
(1) Der Auftragnehmer stellt das Werk unter einer Testadresse zur Prüfung bereit und zeigt die Fertigstellung an.
(2) Der Auftraggeber prüft das Werk innerhalb von 14 Tagen und erklärt die Abnahme in Textform oder benennt konkrete Mängel. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Rückmeldung und wird das Werk vom Auftraggeber produktiv genutzt, gilt es als abgenommen.
(3) Unwesentliche Abweichungen berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
§ 9 Nutzungsrechte
(1) Mit vollständiger Zahlung der vereinbarten Vergütung überträgt der Auftragnehmer dem Auftraggeber das räumlich und zeitlich unbeschränkte, ausschließliche Recht zur Nutzung der für ihn erstellten Gestaltung und Inhalte.
(2) An Standardkomponenten, Bibliotheken und wiederverwendbaren Bausteinen, die der Auftragnehmer unabhängig vom Auftrag entwickelt hat, erhält der Auftraggeber ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht im Rahmen des Vertragszwecks.
(3) Domain, Inhalte und Zugangsdaten laufen auf den Namen des Auftraggebers. Bei einem Wechsel des Dienstleisters werden sämtliche Zugänge und Daten herausgegeben; für den Aufwand einer Migration kann eine Vergütung nach Aufwand berechnet werden.
(4) Lizenzen Dritter, etwa für Bilder oder Schriften, gelten ausschließlich im Umfang der jeweiligen Lizenzbedingungen.
§ 10 Betreuung, Hosting und Laufzeiten
(1) Betreuungspakete haben eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Danach verlängern sie sich auf unbestimmte Zeit und sind mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar.
(2) Der Auftragnehmer sichert eine Verfügbarkeit des Hostings von 99 Prozent im Jahresmittel zu. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Störungen, die der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat.
(3) Sicherungen werden täglich erstellt und 30 Tage vorgehalten. Die Wiederherstellung nach einem vom Auftraggeber verursachten Datenverlust erfolgt nach Aufwand.
(4) In den Betreuungspaketen enthaltene Änderungszeiten sind monatsbezogen und verfallen am Monatsende, soweit sie nicht abgerufen wurden.
§ 11 Gewährleistung
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Der Auftragnehmer beseitigt Mängel innerhalb angemessener Frist durch Nachbesserung.
(2) Voraussetzung für die Gewährleistung ist, dass der Auftraggeber die Software und deren Umfeld nicht selbst oder durch Dritte verändert hat, soweit die Änderung für den Mangel ursächlich ist.
(3) Die Gewährleistungsfrist beträgt gegenüber Unternehmern zwölf Monate ab Abnahme. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Fristen.
§ 12 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
(4) Der Auftragnehmer schuldet keine bestimmten Platzierungen in Suchmaschinen, keine bestimmten Besucherzahlen und keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Die Reihenfolge von Suchergebnissen liegt allein im Einflussbereich der Suchmaschinenbetreiber.
(5) Für die rechtliche Zulässigkeit der vom Auftraggeber vorgegebenen Inhalte, insbesondere für Werbeaussagen, Preisangaben und Pflichtangaben im Onlinehandel, ist der Auftraggeber verantwortlich.
§ 13 Referenznennung
(1) Der Auftragnehmer darf das erstellte Werk unter Nennung des Auftraggebers als Referenz auf der eigenen Website und in Präsentationen zeigen.
(2) Der Auftraggeber kann dieser Nutzung jederzeit in Textform widersprechen. Nach Zugang des Widerspruchs wird die Referenz innerhalb von 14 Tagen entfernt.
§ 14 Datenschutz
(1) Beide Parteien beachten die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung.
(2) Soweit der Auftragnehmer im Rahmen von Hosting oder Betreuung Zugriff auf personenbezogene Daten des Auftraggebers hat, schließen die Parteien einen Vertrag über die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
§ 15 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und bei Fernabsatzverträgen ein Widerrufsrecht zu.
Widerrufsbelehrung
Sie haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Daniel Hüning, Webschmiede Münsterland, Haulingort 36, 48739 Legden, E-Mail: hallo@webschmiede-münsterland.de) mittels einer eindeutigen Erklärung, etwa per Brief oder E-Mail, über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Muster-Widerrufsformular
An Daniel Hüning, Webschmiede Münsterland, Haulingort 36, 48739 Legden, hallo@webschmiede-münsterland.de:
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*) ____________ — Bestellt am (*) ____________ — Name des/der Verbraucher(s) ____________ — Anschrift des/der Verbraucher(s) ____________ — Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier) ____________ — Datum ____________ (*) Unzutreffendes streichen.
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Verbraucherschutzvorschriften des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen wird.
(2) Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Auftragnehmers.
(3) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Das gilt auch für die Aufhebung dieses Formerfordernisses.
(4) Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: September 2026